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Gegen den Faschismus: Sophie Scholl und das Erbe der „Weißen Rose“

mit Dr. Bernd Aretz, Köln
Ref. Bernd Aretz

Erst 21 Jahre alt, wurde Sophie Scholl in der Hitler-Diktatur als Mitglied der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ im Jahr 1943 zum Tode verurteilt und hingerichtet. Woraus schöpfte die junge Frau die Kraft, „mit unbeugsamem Geist und liebevollem Herzen“, dem Nationalsozialismus zu widerstehen? Was können wir von ihr lernen, um heute der Wiederkehr des Faschismus in Deutschland zu trotzen?

Dr. Bernd Aretz stellt das Leben von Sophie Scholl vor – mithilfe von Tagebuchaufzeichnungen, Briefen und Bildern.

Bernd Aretz, Jahrgang 1958, Studium der Geschichte und Politikwissenschaften sowie der Katholischen Theologie in St. Augustin, ist Autor mehrerer Biografien, u.a. von Martin Buber und Dietrich Bonhoeffer. Zuletzt hat er im Verlag Neue Stadt die Anthologie „Klaus Hemmerle: Ich wünsche uns Osteraugen. Von Wandlung und Hoffnung“ herausgegeben.

 

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"Auch wenn man meint, schon alles über die Geschwister Scholl gehört zu haben, gibt es Aspekte, die das Ausmaß ihrer Bedeutung noch mehr hervorheben.  Die jungen Menschen, die sich auf ihre künftigen Berufe vorbereiteten, hatten die Gesamtsituation des deutschen Volkes und Europas im Blick. Die Dämonie Hitlers und seiner Anhänger war so offensichtlich, dass Sophie Scholl und ihre Freunde nicht schweigen konnten. Nicht gewarnt zu haben, wäre der schlimmste Vorwurf, den sie sich in der Retrospektive hätten machen müssen. Um ihr Gewissen zu entlasten und das Volk vor Schlimmerem zu bewahren, nutzten sie die ihnen gebliebenen Möglichkeiten, um die Verbrechen des Nationalsozialismus und des Krieges anzuprangern. Das Regime schlug unbarmherzig zurück und schaltete die Mahner aus. 
Opferbereitschaft und Selbstlosigkeit trieb die Mitglieder der Weißen Rose an. Bemerkenswert ist, dass ihr Vorhaben nicht nur politisch begründet war, sondern sich aus christlichen Wurzeln speiste.  Jeder von ihnen war inspiriert durch christliche Werte, und aus ebendieser Quelle erwuchs die Pflicht zum Widerstand.  
Die Weiße Rose dient als Mahnung, sich gegen Extremismus jedweder Art zu stellen. Denn Extremismus  - egal aus welchen Quellen er sich speist -  ist immer schädlich und muss verhindert werden.  Die aus dem Gottesbezug folgende Verpflichtung  zur Mahnung und zur Selbstopferung rückt die Widerständler der Weißen Rose in die Nähe der Heiligen.
Herzlicher Dank gebührt Dr. Bernd Aretz für den eindrücklichen Bericht. Er wird noch lange in mir nachhallen.

HJH"

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